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v.l.n.r. Michael Motzek (Leiter des Fachbereichs Soziales und Gesundheit), Annegret Hölscher (Leiterin Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim) und Landrat Friedrich Kethorn
v.l.n.r. Michael Motzek (Leiter des Fachbereichs Soziales und Gesundheit), Annegret Hölscher (Leiterin Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim) und Landrat Friedrich Kethorn

01. September 2015

Startschuss für die kommunale „Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim“

Zahlreiche Experten aus dem regionalen Gesundheitswesen wirken mit / Gratulation von Sozialministerin Rundt

„Seit dem 1. Juli ist der Landkreis offiziell als Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim anerkannt. Wir freuen uns, dass unser Konzept zur Gründung einer kommunalen Gesundheitsregion beim Land Niedersachsen positiv aufgenommen wurde und wir mit der Unterstützung des Landes und zahlreichen Partnern in die praktische Projektphase einsteigen können“, betont Landrat Friedrich Kethorn.

Im Juni hatten die Grafschafter Kreistagsabgeordneten mit ihrem einstimmigen Beschluss die Gründung einer Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim auf den Weg gebracht. „Wir brauchen Lösungen aus der Region für die Region. Denn hier liegt der Sachverstand. Hier liegt das Wissen um das, was vorhanden ist und das, was gebraucht wird. Deshalb freuen wir uns, dass sich die Grafschaft Bentheim entschieden hat, eine Gesundheitsregion zu werden“, so Niedersachsen Sozialministerin Cornelia Rundt in einem Schreiben an den Landkreis. Auch zahlreiche Partner aus der Grafschaft freuen sich auf die Chancen, die sich durch die Gesundheitsregion eröffnen.

Für die Projektinitiatoren, Michael Motzek, Fachbereichsleiter Soziales und Gesundheit,
und Annegret Hölscher, Leiterin der „Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim“, ist die schnelle Bewilligung aus Hannover eine Bestätigung der geleisteten Aufbauarbeit und eine Anerkennung der vielfältigen Grafschafter Projekte, beispielsweise in der Gesundheitsförderung, Selbsthilfe, Gewinnung medizinischen Nachwuchses und im Demenz-Modellprojekt FIDEM.

„Als Landkreis nehmen wir unsere Aufgabe der Daseinsvorsorge und -fürsorge
sehr ernst. Angesichts der demografischen Herausforderungen müssen wir heute die Weichen stellen, damit nicht nur die medizinische und pflegerische Versorgung in der ländlich geprägten Grafschaft dauerhaft und kompetent gesichert ist. Wir sind auch aufgefordert, unsere Anstrengungen in der Gesundheitsprävention und -förderung zu verstärken, um die Lebensqualität der Menschen in der Grafschaft nachhaltig zu stärken“, erläutert der Landrat die Motivation für die Bewerbung zur Gesundheitsregion.

Im Grafschafter Konzept sind gemäß der Landesrichtlinie unter den Gesundheitszielen „gesund aufwachsen“, „medizinisch gut versorgt sein“ und „gesund alt werden“ thematische Schwerpunkte gesetzt, die den Rahmen für künftig zu erarbeitende Projekte bilden. „Das Projekt bietet die Chance, Gesundheitsakteure aus den unterschiedlichen Bereichen – ambulant, stationär, Pflege, Reha – an einen Tisch zu bringen und die unterschiedlichen Versorgungsangebote und -abläufe im Sinne der Patienten abzustimmen“, betonte die Sozialministerin, Cornelia Rundt, in dem Schreiben weiter.

Voraussetzung für die Anerkennung zur Gesundheitsregion ist der strukturelle Aufbau mit der Einrichtung einer fachkompetenten Koordinierungsstelle. Ebenso wie in anderen Gesundheitsregionen in Niedersachsen ist die Koordinierungsstelle an das Gesundheitsamt angedockt. Im Landesprojekt besteht ein enger Austausch der Gesundheitsregionen mit regelmäßigen Koordinierungstreffen auf Landesebene.

Maßgeblich für den weiteren Erfolg der „Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim“ ist die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Experten vor Ort. „In der Grafschaft sind wir sehr gut vernetzt und belegen den ersten Platz in Niedersachsen, was uns auch bei einer Evaluation des Landes bestätigt wurde. Darüber hinaus haben wir in der Region im Bereich Gesundheit ausgewiesene Experten, deren Kompetenz in diesem Prozess von außerordentlicher Bedeutung ist. Eine unserer ersten Maßnahmen nach dem Startschuss für die Gesundheitsregion bestand darin, die regionale Steuerungsgruppe zu initiieren“, berichtet Michael Motzek. „Wir sind beeindruckt, wie groß die Bereitschaft zur Mitgestaltung und Begeisterung für das Projekt ist. Zahlreiche Partner in leitenden Funktionen, vom Ärzteverein und Ärztenetz über den Kreissportbund, Universität Osnabrück, den Krankenkassen, die Kreisarbeitsgemeinschaft, Schule, die Politik, Kliniken bis hin zum Beirat für Menschen mit Behinderungen haben ihre Mitarbeit zugesichert. Mit diesem Rückhalt und der vielfältigen Fachkompetenz wird es sicher gelingen, dauerhaft Projekte zur zukunftsfähigen Versorgung der Menschen in der Region
zu verankern. Wir sind offen für neue Mitstreiter und gespannt auf innovative Ideen aus der Praxis, die in mit bis zu 100.000 Euro vom Land geförderte Projekte münden können. Zudem unterstützt der Landkreis kleinere Projekte im Rahmen der Gesundheitsregion“, erklärt die Leiterin der Gesundheitsregion Annegret Hölscher.

Wie Landrat Kethorn erklärt, folgt nach der konstituierenden Sitzung der Steuerungsgruppe im September die Formierung der Arbeitsgruppen: „Am 20. November
2015 - zur geplanten 1. Gesundheitskonferenz – sind die Grafschafter eingeladen, ihre „Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim“ selbst mitzugestalten. So soll es neben Vorträgen renommierter Experten und Impulsen aus den neu gebildeten Arbeitsgruppen einen Markt der Möglichkeiten geben. Dieser bietet einen bunten Überblick über erfolgreiche Aktivitäten und zeigt die vielfältigen Seiten unserer Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim“, freut sich Landrat Friedrich Kethorn.

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